»… und dachte, daß ich Ihnen die Verantwortung wieder zuschieben könnte«, fuhr der Colonel fort. »Das war es doch, was Sie sagen wollten, nicht wahr? In Ordnung, Leutnant, wahrscheinlich hätte ich an Ihrer Stelle das gleiche getan. Holen Sie Breckenridge.«

»Ja, Sir.«

Leutnant Crosley grüßte zackig und verließ den Raum. Wharton, allein zurückgeblieben, schüttelte den Kopf. Das kam also beim hundertjährigen Frieden in der Milchstraße heraus. Junge Burschen wie Crosley wußten nicht einmal, was Krieg bedeutete. Und eine Gruppe von Fremden glaubte, einfach auf einem Vorposten der Erde landen zu können, ohne sich die Erlaubnis dazu zu holen. Wharton seufzte. Er spürte das Alter und gab zu, sich gewünscht zu haben, daß er die letzten Jahre ohne Zwischenfälle auf seinem Posten verbrachte. Er war nahe der 125-Jahr-Grenze; die Zwangspensionierung kam im Alter von 130 Jahren. Und er brauchte täglich nur eine halbe Stunde Tiefschlaf, um seiner Aufgabe gerecht zu werden. Gut, es würde also einen Zwischenfall geben, mochte er es wünschen oder nicht. Colonel Wharton richtete sich auf und reckte die Schultern.

Captain Breckenridge betrat den Raum. Der Fremdsprachler war mittelgroß und breitschultrig. Über einer hohen Stirn leuchtete brandrotes Haar.

»Sir?«

»Breckenridge, Sie behaupten, das fremde Schiff habe zu Ihnen in Fawd gesprochen?«

»In einem fawdesischen Dialekt, Sir.«

»Das möchte ich mit Sicherheit wissen. Woher kommt das Schiff? Die Fawd-Konföderation wird kaum das Risiko eingehen, mit einem Schiff auf einem von der Erde besetzten Planeten zu landen. Es sei denn, sie wollten einen Krieg provozieren.«

Breckenridge sagte: »Es sind keine Fawds, Sir. Sie sprechen nur einen verwandten Dialekt. Viele Völker im Fawd-Sektor sprechen Fawdesisch, ohne der Konföderation anzugehören.«

»Was Sie sagen, ist mir bekannt«, sagte der Colonel. »Ich will wissen, wo diese Leute herkommen.«



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